01.01.2017

Momente der Freude

Mit den besten Wünschen für das Jahr 2017!


Wir danken allen, die uns in der Vergangenheit unterstützt haben und uns Mut gemacht haben weiterhin notleidenden Tieren zu helfen. Bleiben Sie uns treu.


Wir haben Heilig Abend 2016 die Kamera mitgenommen, um diese wundervollen Aufnahmen in unserer Nähe zu machen, um diese Momente der Freude festzuhalten und mit anderen zu teilen. Es sind Kraniche, keine Haustiere, keine Nutztiere.  


Wohl denen, die selbstbestimmt ihr Leben leben dürfen!

Beate Busse

17.02.2017

Überwachung von oben auf natürliche art!

Euthanasie

von Beate Busse

Der richtige Zeitpunkt? – oder - wenn der Mensch ein Haustier wäre.

Ein Anstoß zum Nachdenken für Menschen, die sich die Entscheidung ihr Tier aus Altersgründen einschläfern zu lassen, zu leichtmachen.

Sie sind alt geworden. Morgens nehmen sie Tabletten, damit die Knochen nicht so schmerzen und das altersschwache Herz besser funktioniert. Das Aufstehen und Hinsetzen dauert länger als früher und das Laufen fällt Ihnen schwer. Täglich kommt ihre Freundin und bringt ihnen das Essen und hält die kleine Wohnung in Ordnung. Sie hat einen Schlüssel zu Ihrer Wohnung, denn oft hören sie die Klingel nicht, weil sie schwerhörig geworden sind. Zu allem anderen Übel sind Sie nun auch noch fast blind geworden. Na ja, so ist es eben, wenn man alt wird, sagen Sie sich. Sie sitzen auf dem Balkon in der warmen Sonne und denken an die Vergangenheit.

Da kommt die Freundin. Sie nimmt Sie beim Arm und sagt Ihnen, dass Sie heute mit Ihnen zum Arzt gehen würde. - Die nette Arzthelferin nimmt ihre Hand und streichelt sie. Da kommt der Arzt mit einer Spritze in der Hand. „Halt schön still“, sagt die Freundin, „ist gleich vorbei“. Sie ahnen nichts Böses und denken schon an den Abend. Zuhause im Kühlschrank steht noch eine Scheibe Hackbraten mit Sauce und Kartoffeln. Sie werden ihn, wenn sie wieder zurückgekehrt sind, gleich essen und das Radio anstellen und ein bisschen Musik hören. Es wird ein gemütlicher Abend werden, denken Sie.

Am Abend ertönte keine Musik aus dem Radio und im Kühlschrank stand noch eine Scheibe Hackbraten mit Sauce und Kartoffeln.

Wir haben vor einigen Wochen zwei Hunde aus Spanien aufgenommen, einen geistig behinderten Hund und einen körperlich behinderten Hund. In meinen Bemühungen ein Zuhause für weitere Hunde aus dem Ausland zu finden, habe ich feststellen müssen, dass für viele Menschen Tierschutz an den eigenen Grenzen aufhört. Darum habe ich mir die Geschichte über Miro ausgedacht.

Miro, ein Auslandshund

von Beate Busse

Miro war ein Welpe. Er saß in einem kleinen, dunklen Zwinger.
Das war in Spanien oder war es Griechenland?
War es in Ungarn oder Polen?
Miro war ein Auslandshund.
Es war so furchtbar heiß, das Wasser längst verdunstet,
oder war es bitter kalt und das Wasser zugefroren?
Miro war ein Auslandshund.

Miro dachte an seine Mutter.
Sie war so dünn und krank und doch so lieb.
Da war ein Mann, der hat sie oft geschlagen.
Er brüllte sie an in einer fremden Sprache.
Miro war ein Auslandshund.

Miro war ein reinrassiger Hund.
Er war ein Beagle oder war er ein Collie?
War er ein Schäferhund oder ein Podenco?
Miro war ein Auslandshund.

Manchmal kamen Leute und kauften eines seiner Geschwisterchen.
Dafür bekam der böse Mann Geld.
Eines Tages war nur noch Miro übrig,
denn niemand wollte ihn haben.
Miro war ein Auslandshund.

So packte der Mann ihn in einen Karton
Und brachte ihn dahin, wo er nun wartete auf einen lieben Menschen.
Wo war das nur?
Miro war ein Auslandshund.

Dann eines Tages kamen Menschen
aus Deutschland und auch anderen Ländern.
Sie wollten Hunde retten und auch den kleinen Miro.
Doch Miro war nicht mehr da.
Er war verhungert und verdurstet,
oder hatte man ihn getötet?
Miro war nur ein Auslandshund.

Miros Mutter, zu dünn, zu krank, zu alt, sie war verendet.
Der Mann hatte sich eine neue Hündin geholt.
Auch sie war reinrassig, noch jung und noch gesund.
Sie würde viele Welpen produzieren.
Er sperrte sie in den Zwinger, oder war es ein Keller?
Auch sie war nur ein Auslandshund.

Am Mellensee, Dezember 2007

Ich habe viele Miros in vielen Ländern gesehen, die niemand haben wollte. Eines Tages waren sie verschwunden und es kamen neue Miros. Doch auch die verschwanden wieder und es kamen neue und so geht es immer weiter!

Es darf nicht die Aufgabe einiger Tierschützer sein, sich um das Tierelend in anderen Ländern zu kümmern. Es ist die kollektive Verantwortung aller Nationen, die der Europäischen Union angehören und deren Politikern, sich dieses Themas anzunehmen und eine Lösung zu finden.

Nicht Euthanasie ist die Antwort, sondern Prävention der Produktion abertausender Tiere mit dem Ziel sich durch diese zu einer Ware degradierten Lebewesen zu bereichern.

Orfeo

Gefunden am 15.10.2011 – gestorben am 5.11.2011

 
Ich erhielt eine Meldung von einer Tierschützerin in Südfrankreich. Am 15. Oktober hatten Tierschützer zwei ausgesetzte Anglo-Francais, einer männlich, einer weiblich, an verschiedenen Stellen gefunden. Die Hündin verstarb einen Tag später. Der Rüde konnte gerettet werden und befindet sich jetzt in einem Tierheim in Südfrankreich.  Er wurde gefunden in einem Graben, voller Maden, die sich bereits in seinen Körper gefressen hatten, verhungert, verdurstet, nur noch ein Skelett, ausgesetzt um zu sterben. Ich sah die Fotos an, die die Tierschützer vor Ort gemacht hatten. Ich sah die Augen dieses Hundes, den ich nicht kannte, von Qualen geprägt, voller Angst – und ich konnte nur weinen.

 
Die Tierschützer gaben ihm den Namen Orfeo. Ich ließ Orfeo sofort für uns reservieren. Er sollte nicht, nur weil es ihm so schlecht ging, eingeschläfert werden. Am 25. Oktober 2011 kam die Nachricht, dass es ihm besser gehe und er Mitte November zu uns kommen könne.

Alles war vorbereitet. In einer Woche sollte Orfeo zu uns kommen. Dann gestern Abend die Nachricht aus Frankreich, Orfeo ist tot. Ich rief die Pflegerin im Tierheim an. Orfeo hatte so eine panische Angst vor Menschen, dass er sich nur traute zu fressen oder zu trinken, wenn kein Mensch in seiner Nähe war. Er hatte auch eine schwere Anämie. Ich denke auch, dass er viel zu früh geimpft wurde. Wie sollte sein geschwächter Körper das verkraften. Der Tierarzt hat ihn gestern Vormittag eingeschläfert – und wieder kann ich nur noch weinen.

Ich hatte schon damit gerechnet, dass er durch die extreme Dehydration Nierenschäden oder andere Organschäden haben würde. Doch ich wollte ihm für die Zeit, die er noch zu leben hätte, alle meine Liebe schenken. Er sollte zum ersten Mal in seinem Leben erfahren, dass es auch gute Menschen gibt.

So kurz vor dem Ziel hatte er keine Kraft mehr. Er hatte keinen Lebenswillen. Er kannte nur eines - die Angst vor dem Menschen.

In seinem Leben war es ihm nicht vergönnt Liebe zu erfahren und es war mir nicht vergönnt sie ihm zu geben. Aber in meinem Herzen hat Orfeo seinen Platz gefunden.

Bitte nehmt auch Ihr ihn in Eurem Herzen auf!   

Beate Busse  

Wir trauern um Tilikum!

Orca Tilikum ist tot! Er starb am 6. Januar 2017 in Gefangenschaft in dem „Freizeitpark“ Sea World in Orlando, Florida, USA.

Tilikum – Aus Profitgier von Menschen verurteilt zu lebenslanger Haft in Betonbecken, ein Leben voller Entbehrungen und Degradierungen. Wie eine Marionette hatte er zu funktionieren in mehrmaligen täglichen Aufführungen zur Belustigung von Menschen, denen sein und das Schicksal anderer Wale und Delfine gleichgültig ist! Wenn er seine Kunststückchen nicht zufriedenstellend ausführte, bekam er seine Futterbelohnung nicht. Als er aufgrund dieser Haltungsbedingungen aggressiv auf Menschen reagierte, wurde er zur Strafe auf winzigem Raum eingesperrt. 

Vor der Küste Islands wurde er gefangen, seiner Freiheit beraubt, seiner Familie entrissen und eingesperrt. Da war Tilikum zwei Jahre alt! Man machte ihn gefügig, brachte ihm bei, dass es von da an nur noch Nahrung gab von Menschen, die sich Trainer nannten, wenn er so funktionierte wie er sollte.

33 Jahre lebte er in Gefangenschaft. Seine eingeknickte Rückenflosse verriet, dass es ihm nicht gut ging. Dennoch musste er jahrelang immer weiter, immer weiter seine Kunststücke vorführen und wurde zusätzlich für die Spermienproduktion eingesetzt, damit noch viele andere Orcas für den Gebrauch in Freizeitparks produziert werden konnten.

Derzeit leben mehr als 50 Orcas in Freizeitparks!

Träumte Tilikum noch von der Freiheit und einem Leben inmitten seiner Familie, oder hatte er sich längst aufgegeben? Sein Leben hat ein trauriges Ende gefunden. Wie lange noch müssen Wale und Delfine in Delfinarien leiden?

Beate Busse

(siehe auch Artikel, Webseite: SeaWorld of Hurt – Features - Over 30 Years and Three Deaths: Tilikum’s Tragic Story)

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